WARUM IHR KIND VON EINER FRÜHBEHANDLUNG PROFITIERT

DIE MYOFUNKTIONELLE THERAPIE – MYOBRACE

In der Zahnmedizin wird glücklicherweise immer mehr Wert auf die Früherkennung und Vorsorge gelegt. Durch frühzeitige Behandlung bereits im Milchgebiss können oft schwere Kieferfehlstellungen vermieden oder zumindest in ihrer Ausprägung reduziert werden. Zahnengstände passieren aber nicht einfach, sondern sind sowohl ein Symptom als auch ein Alarmsignal, dass Kiefer und Gesicht Ihres Kindes sich nicht regelgerecht entwickeln. Durch über 25-jährige, intensive Forschungsarbeit hat Myofunctional Research Co. (MRC) belegt, weshalb so viele Kinder Zahnengstände aufweisen. Werden die Fehlstellungen behoben, wird dadurch oft eine normale Entwicklung der Kieferlage und der Zahnstellung eingeleitet. Die Therapie erfolgt dabei meist mit kleinen Behandlungsmaßnahmen und über einen kurzen Zeitraum.

Häufig werden dadurch weitere Behandlungen zum späteren Zeitpunkt erleichtert und manchmal sogar ganz unnötig machen.

Wussten Sie schon, dass drei von vier Kindern zu eng stehende Zähne und eine nicht regelgerechte Kieferentwicklung haben? Dieses Problem lässt sich schon bei Kindern ab fünf Jahren erkennen.

Die aktuelle Forschung belegt, dass eng stehende Zähne, eine nicht regelgerechte Kieferentwicklung und andere kieferorthopädische Probleme meist nicht durch zu große Zähne in einem zu schmalen Kiefer oder durch erbliche Faktoren verursacht werden. Die Mundatmung, das Zungenpressen, ein nach vorn gerichtetes Schluckmuster und Daumenlutschen, also die sogenannten „myofunktionellen Habits“, sind die wahren Ursachen. Allergien, Asthma und eine offene Mundhaltung tragen ebenfalls zu einer falschen Kieferentwicklung bei. Die Behandlung basiert auf myofunktionellen kieferorthopädischen Verfahren, um schlechte Angewohnheiten im Mundbereich abzustellen. Diese Angewohnheiten sind die wahren, grundlegenden Ursachen von schiefen Zähnen. Bei der Behandlung werden leichte Kräfte mit Pausen eingesetzt um die Zähne zu begradigen.

Hierbei wird eine Reihe von herausnehmbaren, schienenähnlichen Geräten (Trainer) eingesetzt, die nur ein bis zwei Stunden tagsüber, sowie eine Stunde nachts beim Schlafen getragen werden.
Das tägliche Tragen dieser Trainer in Kombination mit regelmäßigen Übungen (zur Verbesserung der Atmung, der Muskelfunktion und der Zungenhaltung bewirkt gerade Zähne und eine bessere Funktion, was zu einer optimalen Gesichtsentwicklung und einer Korrektur der Zahnfehlstellung führt.

Das Myobrace-System™ unterscheidet sich von anderen Arten der kieferorthopädischen Behandlung, denn das Ziel der Behandlung ist nicht nur, für gerade Zähne zu sorgen, sondern in erster Linie die Ursachen der schiefen Zähne und der Unterentwicklung des Kiefers zu beseitigen. Das funktioniert am besten bei Patienten, die noch wachsen, ungefähr im Alter von sechs bis zehn Jahren. Eine effektive Behandlung kann auch in anderen Altersstufen erfolgen, allerdings sind die Gewohnheiten älterer Patienten schwieriger zu korrigieren.
Eine feste Zahnspange, mit oder ohne die Entfernung von Zähnen, löst oft die zugrundeliegenden Ursachen schiefer Zähne nicht. Deshalb haben die Zähne auch die Tendenz, wenn die Zahnspange entfernt wurde, wieder in ihren Engstand zurückzukehren, es sei denn, die schlechten Gewohnheiten werden korrigiert. Deshalb muss nach einer Behandlung mit Zahnspangen alleine normalerweise das ganze Leben lang ein sogenannter „Retainer“ zum Erhalten der Zahnstellung getragen werden.

Das Myobrace-System™ beruht auf über 20-jähriger Erfahrung bei der Korrektur von Zahnfehlstellungen ohne Zahnspange. Die Myobrace-Apparaturen, aus denen sich das System zusammensetzt, erfüllen eine Doppelfunktion: Sie korrigieren nachweislich die oralen Gewohnheiten, die sogenannten „myofunktionellen Habits“, die zu einer schlechten Entwicklung der Zähne führen und liefern gleichzeitig leichte Kräfte zur Ausrichtung der Zähne in ihre natürliche Position.

Beurteilen Sie hier anhand einiger Fragen, ob Ihr Kind ein kieferorthopädisches Risikokind ist:

  • Atmet Ihr Kind oft durch den Mund?
  • Streckt Ihr Kind, wenn es sich konzentriert, unbewusst die Zunge heraus oder kaut auf der Lippe?
  • Hören Sie Ihr Kind nachts schnarchen oder hat es sogar Atemaussetzer?
  • Hat Ihr Kind dunkle Augenringe und ist ansonsten gesund?
  • Fühlt sich Ihr Kind oft schlapp und lustlos?
  • Wirkt Ihr Kind oft unruhig, kann es sich schlecht konzentrieren oder kommt es schlecht in der Schule mit?
  • Hat Ihr Kind oft Mittelohrentzündungen?
  • Lutscht es am Daumen, am Finger oder am Kissen oder Kuscheltier?
  • Erkennen Sie selbst starke Fehlstellungen an den Zähnen Ihres Kindes?

Haben Sie eine oder sogar mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet, vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Beratungstermin.

PLATZHALTER
Jeder Zahn im Milchgebiss des Kindes steht auch als Platzhalter für den jeweiligen bleibenden Zahn. Ist dieser Milchzahn nicht mehr vorhanden, wird der Platz für den bleibenden Zahn nicht mehr freigehalten und es besteht die Gefahr, dass die hinteren Zähne wie auch die Backenzähne nach vorne wandern. Damit würde dann der Platz für den bleibenden Zahn, der an diese Stelle nach Ausfall des Milchzahnes normalerweise treten sollte, verloren gehen und eine langfristige kieferorthopädische Behandlung müsste eingeplant werden. Es gibt festsitzende oder herausnehmbare Platzhalter. Gerne beraten wir Sie hierzu individuell.